Henry Dunant wurde 1828 in Genf geboren. Er war Geschäftsmann, aber sein Leben änderte sich nach einem Ereignis im Jahr 1859.
In diesem Jahr besuchte Dunant die Stadt Solferino in Italien, kurz nach einer grossen Schlacht. Er sah Tausende verwundete Soldaten, die kaum medizinisch versorgt wurden. Dieser Anblick schockierte ihn so sehr, dass er beschloss, etwas zu ändern.
1862 schrieb Dunant ein Buch über seine Erlebnisse. Darin schlug er vor, in jedem Land freiwillige Hilfsorganisationen zu gründen, die im Krieg verwundeten Soldaten helfen — egal, auf welcher Seite sie kämpfen.
1863 gründete Dunant zusammen mit anderen das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf. Ein Jahr später wurde die erste Genfer Konvention unterschrieben.
Dunant verlor später sein ganzes Vermögen und wurde fast vergessen. Erst gegen Ende seines Lebens wurde er wieder bekannt: 1901 bekam er den allerersten Friedensnobelpreis. Er starb 1910 in der Schweiz.